Arabische Oase

Geht man von der Friedrichstrasse aus die Oranienburger Strasse entlang, gerät man nach ein paar hundert Metern auf der rechten Seite an eine schäbige Imbissbude namens „Die Arabische Oase“.


Ein anfangs etwas gruseliger, zunehmend freundlicher mutmasslicher Ägypter schnetzelt hier allerlei Gemüse vor sich hin und grillt seine Köfte hinter der Rückseite der Imbissbude auf einem kleinen Holzkohlegrill. Es gibt arabisches Zeug ebenso wie Currywurst, laut arabischen Zeichen sowohl koscher als auch halal (das ägyptische Zeug, nicht die Currywurst).

Die mit grünem Filz abgeklebte, mit gerade noch orientalisch anmutenden Teppichen ausgelegte und mit ein paar trostlosen Wasserpfeifen dekorierte Imbisslandschaft lädt mit ihrem schrägen Charme dazu ein, sich hier stundenlang einen Tee nach dem anderen ins Gemüt zu leeren und dabei Zeitungen zu lesen.

Würde man mich fragen, was an Berlin besser ist als an München, dann würde ich sagen: dass solche Orte existieren dürfen.

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