Datenkrake Google?

http://www.axel-springer-akademie.de/blog/2009/03/10/gastblog-google-wird-zur-informationsmaschine/

Vorweg: Mir persönlich ist die Datenkrakenbehauptung wurst. Ich habe ein Google-Handy und meine Docs bei Google und meinen Kalender bei Google und auch sonst alles. Ich bin ja auch Journalist und trotzdem bei T-Mobile Kunde, einem Unternehmen, dass Journalisten abgehört hat. Ich kauf auch bei Lidl ein und solange ich an der Kasse keine Pornos lese, sollen sie doch ruhig mit der Kamera von oben glotzen, ob irgendwo 1,30 unterschlagen werden. Ich kann dagegen ohnehin so viel tun wie gegen die jeweils aktuelle Regierung.

Dennoch finde ich es interessant, dass die PR-Roboter von Google immer mit der gleichen Leier kommen. Ich möchte mir gar nicht vorstellen, wie öde der Event gewesen sein muß, als sie sich die schablonisierten Fragen & Antworten reingeprügelt haben.

Natürlich hat der Kollege Schink hier weder was neues abgesondert noch – leider – was besonders schlaues. Trotzdem finde ich es bedauerlich, dass bei der dontdoevil-Company einfach kein Verständnis aufkommen mag für die Sorgen und Ängste von Benutzern. Die werden ebenso hartnäckig ignoriert wie „die härtesten Datenschutzrichtlinien“ gebetsmühlenartig wiederholt behauptet werden.

„Sie benutzen es doch freiwillig“, heisst es immer wieder.

Ja, die Raucher rauchen auch freiwillig. Übergewichtige ernähren sich freiwillig schlecht. Kinder gehen freiwillig nicht mehr in den Garten, sondern verblöden vor Konsole und TV. Prostituierte lassen sich freiwillig vögeln und Junkies geben sich freiwillig den goldenen Schuss. Das heißt also rein gar nichts, und darüber laut nachzudenken muss weiterhin erlaubt sein.

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