Wie man Abschreiber findet

Es ist nicht so, dass ich mich nie von einem Artikel hätte inspirieren lassen, eine Idee übernommen hätte oder aus einen anderen Text etwas gelernt hätte, dass ich dann nicht selbst weitergegeben hätte. Aber ich habe stets versucht, das Thema weiter zu bringen, die Idee fort zu entwickeln, mehr zu liefern.
Dass das nicht alle tun, fiel mir heute durch Zufall auf.

Ich wollte wissen, wer auf scareware.de linkt, weil ich das Projekt soeben auf ein CMS umgestellt habe (die alte Version ist noch auf viren-wuermer-trojaner.de zu finden und ziemlich veraltet – im Web vergeht die Zeit irgendwie wahnsinnig schnell, andererseits surfen die meisten immer noch mit XP…) und einfach neugierig war.
Das Ergebnis meiner Suche: Natürlich linkte keine Sau auf mich, zumindest laut Google*.
<schwadronier‘>In der Frühzeit des Internets nutzte man das Web, um Links auf andere zu setzen. Dazu sind Hyperlinks ja irgendwie da. Heute bedeutet jeder Link im SEO-Hinterkopf eine Aufwertung des eigenen Angebots, die – so ein SEO-Mythos – unwirksam wird, sobald man umgekehrt auf den Linkenden zurücklinkt. Was fürn Schwachsinn. Vielleicht ist es auch nur Eigenbrötlerei – „Mein Angebot und sonst keins!“ – wegen der keiner mehr den Anstand hat, irgendwo hin zu linken. Egal, ich halts weiter wie bei kaschemme.de: Was interessant ist, wird gelinkt.</schwadronier‘>

Jedenfalls stellte ich bei der Gelegenheit fest, dass man sich fröhlich an einem Jahre alten Beitrag von mir bediente, in dem die Phrase cache:www.scareware.de vorkam und der deswegen leicht zu finden ist. Was wieder Mal zeigt, dass man beim Abschreiben doch das eine oder andere ändern sollte.

*wobei ich finde, dass Bing bei der Suche nach „Links auf eine Seite“ besser arbeitet, wenn man den Domainnamen als Phrase sucht.

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