Ich bin berühmt!

Ursprünglich dachte ich ja, die merkwürdig verschrobene Fußnote im Beitrag zu dem ganz wundervollen Buch „Das Leben – Gebrauchsanweisung“ (DLG) wäre alles, was von mir bliebe, stürbe ich. „Andreas Winterer“, heißt es da anfangs ganz richtig, „nennt in seinem Pseudo-Krimi-Blödelbuch“ – zur Erinnerung: im Buch ist Null Krimi enthalten, es gibt noch nicht mal einen Mord, geschweige denn (und das trotz zahlreicher Schießereien!) einen einzigen Toten – „ein Kap.: „Planet Cellulite, Rue Simon-Crubellier No. 11““, was die Adresse ist, in der der Roman spielt (der von Perec, nicht meiner). Zumindest dieses stimmt, und auch, dass das Puzzle größer wird, denn natürlich braucht kosmisch gesehen jeder Planet im Universum einen Perec, der ein Buch wie DLG schreibt.

Ich habe in meinem „Pseudo-Krimi-Blödelbuch“ ja so manches verhackstückt, was Germanisten, wenn sie sich denn die Mühe machten, meinen Beitrag zur Weltliteratur mal zu lesen, auf Jahrzehnte beschäftigen könnte, aber dass ausgerechnet diese sinnlos trittbrettfahrende Anspielung es zu einer Wikipedia-Fußnote brachte, birgt doch eine gewisse Erheiterung.

Und jetzt entdecke ich das hier: Die englischsprachige Wikipedia-Seite German-language literature nennt mich als writer von ‚contemporay literature‘ (wenn auch nur Science-Fiction und Fantasy). Ich musste das einfach screenshotten, ehe jemand bemerkt, dass Eschbach, Hohlbein, Schätzing (derzeit) (noch) etwas erfolgreicher sind als ich:

Kurz: Ha! Ich bin berühmt… Ist ja heller Wahnsinn … jetzt muss ich nur noch in eine Container-Show und einen Hit einsingen. Und ich brauch jetzt dringend psüchologische Betreuung, sonst komm ich mit meinem Rum nicht klar…

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Eine Antwort zu Ich bin berühmt!

  1. Schroeder schreibt:

    Herzlichen Glückwunsch. Ausrufezeichen. Zum Rum auch, ahnte quasi schon immer, dass Du es ja auch faustdick hinter den Ohren hast. Nun haben wir’s auch in mehr oder weniger erleuchteten Bildpunkten.

    Aber ja auch in lustigen bunten Bildpunkten, die Dich lesend zeigen. Sich verdichten, quasi, in Wien. Erfreute mich sehr, Dich lesen zu sehen, hören freilich auch. Beneidete auch etwas die Zuschauer, Zuhörer auch. Wäre gern im Narrenturm gewesen. Wann gibt’s eine Lesung in der zweitlebenswertesten Stadt der Welt? Endlich?

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